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Danzig im Überblick - historische Sehenswürdigkeiten einer tausendjährigen Stadt im Ostpommern
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Das toskanische Strandparadies Viareggio
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Danzig im Überblick - historische Sehenswürdigkeiten einer tausendjährigen Stadt im Ostpommern
17.07.2010
Die größte und älteste Stadt im Ostpommern ist Danzig (Gdańsk). Die Geschichte Danzig war bestimmt durch wechselnde Zugehörigkeit, zunächst zum Polen, dann zum Deutschen Orden, dann zu Preußen, und letztendlich wieder zum Polen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Danzigs befinden sich im Zentrum der Stadt, dabei sind viele von ihnen leicht zu Fuß zu erreichen. Zu anderen gelangt man mit städtischen Bussen und Straßenbahnen.
Langgase und Langer Markt:
Die Langgasse war und ist die wichtigste Straße der Altstadt. Hier wohnten die wohlhabenden Danziger Patrizier. Nahezu jedes Haus hat seine eigene Geschichte. Die ältesten Häuser entstanden bereits im Mittelalter. Die Häuser in der Langgasse besitzen die für Danziger Bürgerhäuser typischen schmalen Fassaden mit kunstvollen Giebeln oder Attikas. Sie wurden mit Schmuckelementen unterschiedlicher Art reich dekoriert: Wappen und symbolische Darstellungen über Tiermotive, allegorische Figuren und antike Heldengestallten.
Neptunbrunnen
Der Brunnen steht seit 1633 vor dem Artushof und ist das Wahrzeichen der Stadt Danzig. Er entstand auf Initiative des ehemaligen Danziger Bürgermeister Bartolomeo Schachmann. Die Neptunfigur entstand nach Entwürfen der Bildhauer Peter Husen und Johann Rogge, gegossen 1615 in Augsburg. Der Brunnen wurde von Abraham van den Blocke entworfen. Das eiserne Gitterwerk stammt aus dem Jahr 1634. 1757-1761 gestaltete Johann Karl Stender den Brunnentrog und den Brunnensockel im Stil des Rokoko um. Die Gesamtkomposition ergänzte er um eine Vielzahl seltsamer Meereskreaturen. Danziger Legende nach ließ der Neptun das berühmte Danziger Goldwasser aus dem Brunnen fließen.
Das Rathaus
Das erste Rathaus entstand auf Initiative des Herzogs von Pommerellen, Swantopolk II. (Świętopełk II.), nach 1298 und hatte damals die Funktion eines hanseatischen Kontors. Mit dem Bau des jetzigen Gebäudes wurde 1327 begonnen. Bereits zwanzig Jahre später, nach dem Übergang der Stadt von Lübischen zum Kulmischen Stadtrecht, wurde die Erweiterung des Rathauses durchgeführt, später wurde es mehrfach umgebaut. 1486-1488 errichtete Heinrich Hetzel einen schlanken Turm. Nach dem Brand von 1556 wurden die gotischen Formen mit Elementen des Manierismus überlagert. Die damals entstandenen Innenräume gehören zu den prachtvollsten im nordeuropäischen Raum. Heute befindet sich hier das Historische Museum.
Spätbarockes Portal: Der Eingang zum Roten Saal aus dem Jahre 1685 gehört zu den wenigen geretteten Teilen der Hauptdiele. Mit dem Adelswappen der Familie Sobieski erwies man Johann III. die Ehre.
Der Große Wettsaal: Hier fanden einst Audienzen des Königs statt, weshalb man den Saal mit lebensgroßen Porträts der polnischen Könige ausstattete. 1841-1842 wurde er im neogotischen Stil eingerichtet.
Der Rote Saal: Der prächtigste Innenraum des Rathauses ist der Große Ratssaal, auch Roter Saal genannt. Die Auswahl der einzelnen Kunstgegenstände wurde sehr sorgfältig bedacht und bildet eine faszinierende Gesamtkomposition. Den Saal aus den Jahren 1593-1608 richtete man mit Werken erlesener Künstler wie Hand Verdemann de Vries, Isaak van den Blocke und Simon Herle ein.
Artushof
Artushöfe (nach der Tafelrunde von König Artus) existierten im Mittelalter überall in Europa - hier versammelten sich reiche Bürger. Besonders in den Städten der Hanse waren diese Höfe oft vorkommend. Hier traf man wichtige Absprachen und schloss Verträge. Der Danziger Artushof wurde im 14. Jahrhundert gegründet.
Krantor
Es diente als Stadttor und als Hafenkran - das Bauwerk knüpft mit charakteristischen Halbrunden Basteien an niederländische Formen an. Die massiven Türme flankieren die in der Mitte installierte Hebevorrichtung.
Die Marienkirche
Danziger Marienkirche ist die größte mittelalterliche Backsteinkirche in Europa. Mit dem Bau wurde 1343 begonnen und dauerte bis zur Fertigstellung über 150 Jahre. Gebaut nach der Entwürfen von Heinrich Ungeradin. Der Turm hat eine Höhe von 82 Metern. Die gesamte Kirche wurde unter der Leitung von Heinrich Hetzel mit einem Gewölbe überdacht. In der Apsis befinden sich wunderschöne und farbenprächtige Fenster. In der St.-Reinhold-Kapelle befindet sich die Kopie des Werkes von Hans Memling Das Jüngste Gericht. Zwischen 1625 und 1629 gestaltete Peter Bringemann den Orgelprospekt.
Autorin des Artikels:
Elżbieta Bruździńska,
Stadtführerin, Danzig
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Das toskanische Strandparadies Viareggio
11.06.2010
Das Küstenstädtchen Viareggio an der toskanischen Riviera gilt unter deutschsprachigen Urlaubern und Sprachreisenden vielfach noch als Geheimtipp für einen Strandurlaub in Italien. Im Gegensatz zu den auf der Ostküste gelegenen Strandlokalitäten ist Viareggio noch nicht allzu oft in Reiseprospekten zu finden, auch wenn der Ort auf eine lange Tradition als Seebad zurückblicken kann.
Der Alltag in Viareggio ist von Meer und Strand geprägt, der typische Tagesablauf der Urlauber konzentriert sich um den schönen Sandstrand und die palmengesäumte Strandpromenade mit seinen zahlreichen schicken Boutiquen, Cafés und Restaurants.
Viareggio befindet sich unweit der bekannten italienischen Städte Lucca, Pisa und Florenz an einem schier endlosen Sandstrand. Pisa ist mit dem Auto in ungefähr einer Stunde erreichbar, nach Florenz sollte man knapp eineinhalb Stunden einplanen, doch sind diese beiden Ausflüge jedenfalls empfehlenswert.
Auch das alte, von einer Stadtmauer umgebene Städtchen Lucca versprüht einen einzigartigen Charme und man sollte bei einem Besuch unbedingt den 203 Stufen hohen Aufstieg auf den Glockenturm wagen, von dem aus man einen fantastischen Blick über die Stadt hat.
Es sind die Strände aus feinem, goldfarbenem Sand, die schicken Boutiquen und die mit Palmen und Alleen gesäumten Alleen, denen Viareggio die Bezeichnung als Perle des Thryrrhenischen Meers zu verdanken hat. In Richtung des Landesinneren grenzt die Stadt an mächtige Pinienwälder und so dehnt sie sich entlang der eindrucksvollen Küste der Versilia im Süden bis zum Kanal Burlamacca aus und erstreckt sich im Norden bis zur Fossa dell'Abate, einer mächtigen Festung, die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts zum Schutz der Küstenregion und des Umlandes errichtet wurde.
In Viareggio selbst sollte man auf jeden Fall einen Abstecher in den Hafen machen, der als einer der schönsten des Mittelmeers gilt und eine der weltgrößten Werften für Segelboote beherbergt. Auch Personen, die sich nicht sehr für Boote interessieren, werden das spezielle Flair des Yachthafens mit Sicherheit genießen.
Im Gegensatz zu den touristisch überlaufenen Regionen der italienischen Ostküste ist an der Westküste Englisch noch nicht so weit verbreitet, doch haben generell auch Urlauber, die die italienische Sprache nicht beherrschen, keine nennenswerten Verständigungsschwierigkeiten und können sich zumeist ohne größere Probleme auch außerhalb der Hotels verständlich machen ohne zuvor einen Italienischkurs besucht zu haben, zumal der Küstenort Viareggio seiner Tradition als ursprünglicher Fischerort und späteres Nobelbadeparadies der italienischen Adeligen entwachsen ist und nunmehr Touristen wie auch Italienern einen erlebnisreichen Strandurlaub bietet.
Autor des Artikels:
Giovanni Poggi
Centro Culturale Giacomo Puccini srl
Via Vespucci 173
55049 Viareggio (Lucca, LU)
Toskana, Italien
www.centropuccini.it/de/



